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Ist die Verdopplungstrategie Martingale sinnvoll?

Wie funktioniert die Martingale-Strategie?

casino-chipsDie Martingale-Strategie ist eine sehr weit verbreitete Glücksspielstrategie, die vor allem beim Roulette eingesetzt wird. Es gibt allerdings auch andere Spiele, bei denen die Martingale-Strategie angewendet werden kann, z.B. Pharo.

Grundidee

Bei einer Martingale-Strategie wird der Einsatz nach jedem Verlust erhöht. Bei der klassischen Vorgehensweise wird der Einsatz verdoppelt. Martingale classique lässt sich besonders einfach beim Roulette umsetzen. Der Spieler setzt entweder auf Rot oder auf Schwarz. Verliert der Spieler, verdoppelt er den Einsatz. Dabei ist es unerheblich, ob der Spieler sich für Rot oder Schwarz entscheidet, denn die Roulette-Kugel hat kein Gedächtnis. Bei jedem Wurf sind die Wahrscheinlichkeiten für Rot und Schwarz gleich.

Bei der klassischen Martingale-Strategie setzt der Spieler aber immer auf die Perdante, also die Farbe, die bei der letzten Runde nicht gewonnen hat. Für die Gewinnchancen ist dieses Detail aber unerheblich, auch wenn viele Spieler das nicht glauben.

Beispiel Rechnung verdoppeln:

Der Spieler setzt immer auf Schwarz bis er gewinnt. Bei jeder Runde verdoppelt er den Einsatz.

Einsatz in Runde 1: 1
Einsatz in Runde 2: 2
Einsatz in Runde 3: 4
Einsatz in Runde 4: 8
Einsatz in Runde 5: 16
Einsatz in Runde 6: 32
Einsatz in Runde 7: 64
Einsatz in Runde 8: 128
Einsatz in Runde 9: 256
Einsatz in Runde 10: 512

Mathematisch ausgedrückt: Der Einsatz beträgt 2^(n-1) (n: Runde).

Gewinnt der Spieler, ergeben sich folgenden Gewinne:

Gewinn in Coup1: 2
Gewinn in Coup 2: 4
Gewinn in Coup 3: 8
Gewinn in Coup 4: 16
Gewinn in Coup 5: 32
Gewinn in Coup 6: 64
Gewinn in Coup 7: 128
Gewinn in Coup 8: 256
Gewinn in Coup 9: 512
Gewinn in Coup 10: 1024

Mathematisch ausgedrückt: Der potentielle Gewinn liegt pro Coup bei 2^n.

Vom Bruttogewinn müssen aber noch die Einsätze abgezogen werden, die bis zu diesem Zeitpunkt vom Spieler bezahlt worden sind.

Für den Nettogewinn ergibt sich folgende Formel: 2^n-2^(n-1)-…〖-2〗^0

Ein einfaches Beispiel:

Der Spieler verliert die ersten 5 Runden und gewinnt in Runde 6. Der Gewinn beträgt 64 Euro. Von diesem Bruttogewinn muss er die Einsätze der ersten 6 Runden abziehen (1+2+4+8+16+32=63). Der Nettogewinn liegt also bei 1 Euro. Es spielt überhaupt keine Rolle, in welche Runde der Spieler gewinnt, denn am Ende bleibt immer ein kleiner Gewinn. Der Spieler gewinnt also immer, auch wenn er eine lange Serie von Verlusten ertragen muss.

Kann das langfristig gut gehen?

Auf den ersten Blick sieht die Martingale-Strategie wie der Heilige Gral des Glücksspiels aus und gewissermaßen ist er das auch. Das wissen aber nicht nur die Spieler, sondern auch die Casinos. Deswegen ist die Martingale-Strategie zwar theoretisch todsicher, aber in der Praxis gibt es einige unüberwindliche Hürden:

Die Null ist der Gewinn der Bank

Wenn es beim Roulette nur Schwarz und Rot gäbe, hätte der Spieler bei jedem Coup eine 50-Prozent-Chance. Durch die Null liegt die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns aber nur bei ungefähr 48,65 Prozent (18/37). Aufgrund dieses kleinen Details liegt die Chance, eine Martingale-Strategie abzuschließen, nicht bei 100 Prozent, sondern knapp darunter. Aus „todsicher“ wird durch die Null „ziemlich sicher“.

Jedes Roulette-Spiel hat ein Limit

In der Praxis hat jedes Roulette-Spiel eine Einsatzbegrenzung. Nur bis zu dieser Grenze ist es möglich, die Martingale-Strategie anzuwenden. Die theoretische Gewinnsicherheit wird durch diese Grenze aufgehoben, denn der Spieler müsste den Einsatz unbegrenzt verdoppeln können, um tatsächlich jede Martingale-Strategie mit einem Gewinn abzuschließen.

Jeder Spieler hat ein begrenztes Budget

Selbst wenn es Roulette Tische ohne Limit gäbe, würde die Martingale-Strategie relativ schnell am begrenzten Budget des Spielers scheitern. Die Verdopplungsstrategie sorgt dafür, dass die Einsätze sehr schnell astronomische Höhen erreichen. Wenn der Spiele in Coup 1 mit 1 Euro beginnt, muss er in Coup 10 schon 512 Euro bringen. In Coup 20 wären es schon 524.288 Euro und in Coup 30 müsste der Spieler 53.6870.912 Euro setzen. Wer häufiger Roulette spielt sollte wissen, dass es keineswegs unüblich ist, dass eine Farbe gelegentlich 20-mal oder häufiger in Serie kommt.

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Welche Gefahren bestehen?

Totalverlust ist immer möglich

Die Martingale-Strategie verführt den Spieler dazu, die Einsatzhöhe sehr schnell zu steigern. Deswegen ist dann auch der Verlust entsprechend hoch. Zudem ist es wichtig zu verstehen, dass bei einer fehlgeschlagenen Martingale-Strategie immer ein Totalverlust aller Einsätze erfolgt. Das ist überaus schmerzhaft, zumal die Gewinne, die mit dieser Strategie erzielt werden können, nicht besonders hoch sind. Das wäre kein Problem, wenn die Martingale-Strategie sicher wäre, aber das ist sie bei keinem Casinospiel. Es gibt sogar einen mathematischen Beweis dafür, dass es keine absolut sichere Martingale-Strategie unter realen Casino-Bedingungen gibt. Alle Casinos wären zudem sehr schnell bankrott, wenn es eine sichere Strategie beim Roulette oder anderen Spielen gäbe.

Falsche Sicherheit führt zu unsicherem Money Management

Wenn ein Spieler der Ansicht ist, er hätte eine sichere Strategie, tendiert er dazu, schlechtes Money Management zu betreiben. Das ist auch nachvollziehbar, denn schließlich möchte der Spieler seinen vermeintlich sicheren Gewinn maximieren. In der Praxis wird diese Tendenz noch dadurch verstärkt, dass die Martingale-Strategie sehr oft funktioniert. Dadurch wiegen sich die Anwender in Sicherheit und setzen bereitwillig auch große Summen. Das Problem ist nur: Früher oder später kommt es immer zum Totalverlust, denn irgendwann kann der Spieler den Einsatz z.B. nicht mehr verdoppeln.

Fazit: Ja oder nein?

Die Martingale-Strategie funktioniert nicht optimal und ist deswegen mit Vorsicht zu genießen. Wer das Risiko des Totalverlusts kennt, kann die guten Gewinnchancen, die es bei der Martingale-Strategie durchaus gibt, gelegentlich ausnutzen. Es sollte Ihnen aber klar sein, dass Sie mit der Martingale-Strategie nicht dauerhaft erfolgreich sein können. Das gilt für alle Casinospiele, denn das Casino hat immer einen kleinen Vorteil. Wenn Ihnen die Martingale-Strategie Spaß macht und Sie dazu in der Lage sind, gutes Money Management zu betreiben, spricht nichts gegen dieses beliebte Strategie. Grundsätzlich sollten Sie aber immer zu Beginn festlegen, wie viele Coups sie mit der Martingale-Strategie spielen und danach das Spiel konsequent beenden.

Welche Strategien sind besser?

Es gibt einige Varianten der klassischen Martingale-Strategie, z.B. die Progression d’Alembert, die Montante Hollandaise oder auch die Montante Américaine. All diesen Strategien ist allerdings gemein, dass sie deutlich komplizierter sind als die Martingale-Strategie, die Gewinnchance insgesamt aber nicht erhöhen. Es gibt beim Roulette keine Möglichkeit, das Paypal Casino zu schlagen. Alle Strategien haben den gleichen maximalen Erwartungswert.

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf ist jeder Spieler gut beraten, nicht zu viel Zeit auf Strategien zu verwenden, sondern stattdessen den Spaß am Spiel zu genießen. Ganz nebenbei: Der Charakter des Glücksspiels würde sich grundlegend ändern, wenn sichere Gewinne möglich wären. Gerade die Unsicherheit ist es, die den eigentlichen Reiz des Glücksspiels ausmacht.

Analyse Roulette Verdopplungsstrategie

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Ist die Verdopplungstrategie Martingale sinnvoll?
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